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KI-Risikoklassifizierer — Ist Ihr KI-System nach dem EU-KI-Gesetz hochriskant?

Updated · Indicative — not legal advice

Beantworten Sie 3–4 Fragen, um Ihr KI-System nach dem EU AI Act zu klassifizieren: Anhang I (produktintegriert), Anhang III (eigenständig hochriskant), GPAI, nur Transparenzpflichten oder minimales Risiko. Kostenlos, sofortige Ergebnisse.

Wie die Risikoeinstufung nach dem EU AI Act funktioniert

Der EU AI Act verwendet eine vierstufige Klassifizierungslogik. Arbeiten Sie jede Frage der Reihe nach durch — der erste Treffer bestimmt Ihre Kategorie.

Schritt 1 — Ist Ihre KI eine Sicherheitskomponente in einem regulierten Produkt?

Wenn Ihr KI-System in ein Produkt integriert ist, das der EU-Produktsicherheitsgesetzgebung unterliegt (Medizinprodukte MDR/IVDR, Maschinen, Kraftfahrzeuge, Luftfahrt, Eisenbahnen, Aufzüge, Spielzeug, PSA), wird es nach Art. 6(1) als Anhang I hochriskant eingestuft. Die Konformitätsfrist ist der 2. August 2028.

→ Ja: Anhang-I-Pflichten →

Schritt 2 — Ist Ihre KI ein eigenständiges System in einem der 8 Hochrisikosektoren?

Wenn Ihre KI eigenständig betrieben wird (nicht in ein reguliertes Produkt eingebettet) und in einen dieser Bereiche fällt, ist sie nach Art. 6(2) Anhang III hochriskant:

  1. Biometrische Identifizierung und Kategorisierung
  2. Verwaltung kritischer Infrastrukturen
  3. Allgemeine und berufliche Bildung
  4. Beschäftigung, Personalverwaltung und Zugang zur Selbständigkeit
  5. Wesentliche private und öffentliche Dienste (Kreditwürdigkeitsprüfung, Versicherungsrisiko, Sozialleistungen)
  6. Strafverfolgung
  7. Migration, Asyl und Grenzkontrolle
  8. Rechtspflege und demokratische Prozesse

Die Konformitätsfrist ist der 2. Dezember 2027. Hinweis: Art. 6(3) erlaubt die Ausnahme, wenn das System kein erhebliches Schadensrisiko darstellt — dies muss dokumentiert werden.

→ Ja: Anhang-III-Pflichten →

Schritt 3 — Ist Ihr System ein KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck?

Wenn Ihr System ein KI-Modell ist, das in großem Maßstab auf breiten Daten trainiert wurde und eine Vielzahl von Aufgaben ausführen kann (LLM, multimodales Basismodell, großes Bilderzeugungsmodell), wird es nach Kapitel V als GPAI eingestuft. Die Pflichten gelten seit dem 2. August 2025.

→ Ja: GPAI-Pflichten →

Schritt 4 — Nur Transparenzpflichten oder minimales Risiko

Wenn keines der oben genannten zutrifft:

Verwenden Sie nach der Klassifizierung die Compliance-Checkliste →, um Ihre spezifischen Pflichten und Fristen zu ermitteln.

Frequently Asked Questions

Hochriskante KI-Systeme sind solche, die nach Anhang I (Sicherheitskomponenten regulierter Produkte) oder Anhang III (KI-Systeme in 8 spezifischen Sektoren: biometrische Identifizierung, kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung, wesentliche Dienste, Strafverfolgung, Migration und Justiz) eingestuft werden. Hochriskante KI muss den Verpflichtungen aus Kapitel III nachkommen, einschließlich Risikomanagement, Daten-Governance, technische Dokumentation und Konformitätsbewertung.

Ja. Art. 6(3) erlaubt einem Anbieter, durch Selbstbewertung festzustellen, dass ein Anhang-III-System nicht hochriskant ist, sofern es kein erhebliches Risiko einer Beeinträchtigung von Gesundheit, Sicherheit oder Grundrechten darstellt. Dies erfordert eine dokumentierte Begründung und die Benachrichtigung der zuständigen nationalen Behörde.

Ja, in einigen Fällen. Der AI Act erfasst KI, die 'in Betrieb genommen' wird — was auch die interne Nutzung von KI einschließt, wenn sie Personen betrifft (z. B. Personalentscheidungen, Mitarbeiterüberwachung). Ein KI-System, das ausschließlich für Backend-Berechnungen ohne menschliche Auswirkungen verwendet wird, kann außerhalb des Geltungsbereichs fallen, aber dies erfordert eine sorgfältige rechtliche Analyse.

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